1996 schloss ich als 15-Jähriger meine Schullaufbahn mit einem qualifizierenden Hauptschulabschluss ab und begann eine Ausbildung zum Industriemechaniker. Zwei Jahrzehnte später hielt ich meine MBA-Urkunde der Wilhelm Büchner Hochschule in Händen – mit der Aussicht, mich auf eine Führungsposition zu bewerben.

Ich war schon immer sehr ehrgeizig. Während meiner Ausbildung erkannte ich, dass man in einem technischen Beruf stets auf neuestem Stand bleiben muss. Nach Lehre, Technikerschule und einem Diplomstudium in Wirtschaftsingenieurwesen entschloss ich mich zu einem MBA-Studium an der Wilhelm Büchner Hochschule.

Für die akademische Qualifikation kam nur ein berufsbegleitendes Fernstudium infrage. Zum einen wollte ich weiter in meinem Job arbeiten und zum anderen – nach dem engen Terminkorsett der Technikerschule – mehr Flexibilität beim Lernen. Allerdings wurde das MBA-Studium zu einer besonderen Jongleur-Nummer, denn kurz vor Aufnahme des Studiums wurde meine Tochter geboren, und es ist mir sehr wichtig, weder Familie, Arbeit noch Studium zu vernachlässigen. Hier kam mir meine jahrelange Weiterbildungserfahrung zugute. Man kann alles schaffen, wenn man will. Von einem ‚großen Berg‘ sollte man sich nicht entmutigen lassen. Man sollte ihn in kleinen Etappen im eigenen Tempo angehen. Am allerwichtigsten ist es, immer wieder den Kopf freizubekommen. Für mich ist das Tanzen der ideale Ausgleich.

Die Kombination aus Finanzmathematik, Technologie- und Innovationsmanagement, Unternehmensführung und Projektmanagement hat mir besonders viel gebracht. Die Kenntnisse und Methoden kann ich nicht nur bei meiner aktuellen Tätigkeit anwenden, sie bilden für mich auch eine wichtige Basis für verantwortungsvollere Aufgaben. 2015 schloss ich das MBA-Studium mit der Note 1,3 an der Wilhelm Büchner Hochschule ab.

Ein besonderer Höhepunkt ist für mich die Auszeichnung zum ‚Fernstudent des Jahres 2017‘ durch den Fachverband Forum DistancE-Learning. Ich sehe in der Auszeichnung zum Fernstudenten des Jahres weniger die Würdigung meiner persönlichen Leistung als vielmehr eine Teamauszeichnung: Vielen Dank an meine Familie, an meinen Arbeitgeber für die Unterstützung und das Vertrauen sowie an die Wilhelm Büchner Hochschule für die flexiblen Studienbedingungen und die gute Betreuung. Nur in dieser Konstellation war dieser Weg möglich.

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