Vor meinem Studium war ich ausgebildete Chemikantin mit Weiterbildung zur Industriemeisterin Chemie und zur Qualitätsmanagementbeauftragten. Das Studium habe ich aufgenommen, weil ich die Laborleitung anstrebe. Aber ich wollte mir selbst auch etwas beweisen. Vor der Meisterprüfung hatte ich nämlich großen Respekt gehabt. Hinterher war ich mir sicher: Wenn man nur will, kann man alles schaffen.

Die Wilhelm Büchner Hochschule habe ich auf Empfehlung meines Chefs gewählt, der dort Maschinenbau studierte. Flexibilität, Lernen im eigenen Tempo, viele Ansprechmöglichkeiten und die Betreuung durch Tutoren oft auch noch spätabends, das waren für mich die großen Vorteile des Fernstudiums. Der Studienservice war immer freundlich und hilfsbereit. Von den Tutoren gab es meist schnelle Rückmeldung – oft schon nach wenigen Stunden. Und das Auslandspraktikum in den USA war einfach einmalig.

Momentan arbeite ich mich schon in die Aufgaben der Laborleitung ein, die ich in absehbarer Zeit übernehmen werde. Bereits jetzt unterrichte ich nebenbei Chemikanten und Chemielaboranten an der Berufsschule. Viele Schüler nehmen sich an meinem Werdegang ein Vorbild und wollen auch berufsbegleitend studieren.

Ich habe für das Studium Urlaub und Überstunden geopfert; dafür hat mein Arbeitgeber die vollen Kosten getragen. Diese Förderung empfinde ich als besondere Wertschätzung. Der Nutzen für den Arbeitgeber liegt im qualifizierten Personal. Das erspart manch lange Suche nach Fachkräften.

Beim Fernstudium ist eine gute Planung das A und O; ich habe immer das ganze Semester im Voraus geplant, mich zu den Prüfungen angemeldet – nie mehr als zwei gleichzeitig – und dann mit dem Lernen begonnen. Der näher rückende Termin sorgt ganz allein für Motivation. Ebenfalls motivierend ist der Austausch mit Kommilitonen. Und die Repetitorien sind Gold wert.

« Frank Pleschinger Marius Radow »